La Paloma

Donnerstag, 24. Juni 2021

In Soest aufgeschlagen

La Paloma liegt gut bewacht in der Praia Marina am Steg. Dort wird sie einige Monate bleiben. Wir sind am Dienstag den 22.06. um 13:45 von Praia da Victoria nach Lissabon geflogen. Unser Anschlussflug von Lissabon nach Düsseldorf ging erst am nächsten Tag um 08:30. Wir wollten die 15 Stunden nicht im Flughafen verbringen. Im Flughafen selbst waren alle Geschäfte und Restaurants offen. Und das obwohl ja Lissabon praktisch abgeriegelt war. Das ist alles sehr widersprüchlich. Ein Hotel in Umfeld des Flughafens war schnell gefunden. Das Hotel war zu Fuß zu erreichen. Erstaunlicherweise war das Hotel gut besucht. Natürlich mit dem üblichen Corona-Wahnsinns Protokoll. Auf jeden Fall konnten wir uns ausruhen. Der Flug von Lissabon nach Düsseldorf ging problemlos über die Bühne und war pünktlich gelandet. Ein Zug hatte ich auch schon gebucht. Der ICE hatte mal  wieder Verspätung und in Hamm verpasste ich meinen Anschluss nach Soest. Ärgerlich, aber es fahren ja jede halbe Stunde Zügen nach Soest. So war ich um kurz nach 17:00 in Soest. Großes Hallo, war ich doch 6 Monate unterwegs.

Mittwoch, 16. Juni 2021

In der Marina Praia do Victoria

In Horta war für La Paloma kein Liegeplatz zu bekommen. Alles dicht mit Booten. Nach Empfehlung von einem Bekannten haben wir bei der Marina in Praia do Victoria auf Terceira nachgefragt und eine Positive Nachricht erhalten. Am Nachmittag um 14:00 sind wir in Horta Anker auf gegangen. Die Distanz sind 82 SM bis zur Marina. Eine Nachtfahrt war angesagt, damit wir am Morgen dort aufschlagen. Haben erst einmal vor der Marina im Hafen geankert. Um 09:30 kam die Aufforderung in die Marina einzufahren. Alles hat super geklappt. Der Hafenmeister sehr freundlich. Es war mal wieder Zeit für einen PCR-Test, der zum Glück negative ausgefallen ist. Jetzt liegt La Paloma im Innenhafen am Liegeplatz. Dort wird sie erste einmal bis Anfang 22 bleiben. Flüge haben wir auch schon gebucht. Am 22.06. geht es über Lissabon nach Düsseldorf. Dafür brauchen wir wieder einen PCR-Test, den wir am Montag machen müssen. Der von gestern gilt ja nicht, da zu alt. Das soll irgendjemand noch verstehen.    

Der Liegeplatz in Praia do Victoria


Donnerstag, 10. Juni 2021

Am 09. Juni 2021 auf den Azoren aufgeschlagen

Am 23. Mai sind wir von St. Georges, Bermudas aufgebrochen um zu den Azoren zu segeln. Wir waren mindestens 8 Boote die gestartet sind. Die Wettervorhersage war erst einmal Positiv und wir kamen gut voran. Dann aber erwischte uns eine riesige Flaute die mit einer Unterbrechung fast bis zu den Azoren anhielt. Ganze 24 Stunden kam eine Steife Brise aus Norden und wir mussten unseren Idealen Kurs verlassen und weiter nördlich segeln. Danach ging es eigentlich immer nach Osten mit Teilweise ermüdenden Motorstunden. Der eiserne Jockel hat ganze 92.5 Stunden laufen müssen. Wir hatten schon Angst nicht genügend Diesel an Bord zu haben. Die Tanks von La Paloma fassen ja immerhin 500 Liter. Die letzten 4 Tage hatten wir guten Südwestwind der uns gut voran gebracht hat. Die gesamte Strecke von Guatemala über Mexiko, den Bermudas zu den Azoren betrug 3959 SM, das sind 7332 KM. Auf dieser Strecke haben wir insgesamt 189 Stunden den Perkins bemüht. Wir hatten einige Schwierigkeiten mit dem Steurerung. es war Luft in der Hydraulikleitung, die wir  irgendwie nicht raus bekommen konnten. Dadurch steuerte der Autopilot nicht einwandfrei. Aber komischerweise schaffte die Hydraulikpumpe es irgendwie die Luft aus der Leitung zu entfernen. Danach steuerte er einwandfrei. Die Strecken in einzelnen:

Guatemala nach Mexiko, Isla Mujeres = 370 SM / 685 km

Isla Mujeres nach Bermudas = 1557 SM / 2884 km

Bermudas nach Horta, Azoren = 2032 SM = 3763 km

Gesamtstrecke = 3959 SM / 7332 KM 


Die Strecke von Mexiko zu den Azoren

Es war schon eine Herausforderung diese Strecke in Anspruch zu nehmen. Am 09. Juni um UTC 07:30 viel der Anker in Horta auf den Azoren. Hier unserer Standort.

 

Insel Faial mit unserem Standort

 

Unser Ankerplatz in Horta Azoren



Es ist viel los in Horta, täglich kommen weitere Yachten aus der Karibik für die Reise nach Europa. Der Hafen ist voll und wir bekommen keinen Liegeplatz. Jetzt müssen wir weiter suche ob noch auf den anderen Inseln eine Möglichkeit La Paloma unterzubringen, damit wir nach Hause fliegen können. Bevor wir an Land durften, war der obligatorische PCR-Test notwendig. Den Hatten wir am Tag unserer Ankunft gemacht. Abends kam schon das Resultat, negativ. Danach konnten wir erst einen Fuß an Land stellen und zur Hafenbehörde gehen und uns anmelden. Das Cafe Sport hat einen super Service für die Segler. Sie fahren mit dem Schlauchboot die Neinankömmlinge ab und fragen nach den Bedürfnissen. Wir haben ein paar Lebensmittel bestellt. Diese wurden auch prompt geliefert und das ohne Aufpreis. Auch wurde mir eine SIM-Karte fürs Internet besorgt. Somit konnten wir gleich mal unsere Post erledigen. Ein großes Lob an das Cafe Sport. 


La Paloma vor Anker in Horta, Azoren

Cafe Sport in Horta, Azoren

Ein Blick von Ankerplatz auf Horta



Montag, 17. Mai 2021

Reparatur am Vorstag abgeschlossen

Die Reparatur am Vorstag ist abgeschlossen. Das Vorstag die Rollanlage und das Segel sind wieder am Mast angeschlagen. Das war eine Aktion. Dafür mussten wir in eine Marina gehen, damit wir das Vorstag mit Rollanlage an Land bringen konnten. Durch den neuen Beschlag war das Vorstag etwa 2 cm länger geworden, dadurch mussten wir die Befestigung am Bug versetzen. Zum Glück hatten wir noch eine Position zur Verfügung. Es passten alles wieder einwandfrei. Die Preise für die Marina waren sehr hoch und der Service nur bescheiden. Wir lagen an der Pier längsseits. Zwei Tage hat es anständig geblasen. Ich hatte Angst das La Paloma an der Betonwand beschädigt werden könnte. Ist aber alles noch einmal gut gegangen. Jetzt liegen wir wieder vor Anker, was viel angenehmer ist. Getankt haben wir auch, 231 Liter Diesel zum Liter zum Preis von 1,90 USD. Da sagt einer bei uns sind die Preise hoch. Steuerparadies ist hier nur für die ganz Reichen. Der kleine muss wieder mal bluten. Viele Yachten die sich auf dem Rückweg zu den Azoren befinden warten hier im Hafen auf das Wetterfenster für den Absprung. Noch circa 1800 SM sind es bis zu den Azoren. Es kommen immer wieder Yachten mit Schäden hier an, es ist schon ein anspruchsvoller Törn.

Das verdrehte Vorstag im Masttop

Der Neue Beschlag für das Vorstag



Freitag, 7. Mai 2021

In Bermuda aufgeschlagen

Am 23.04. haben wir die Isla Mujeres verlassen. Das ausklarieren hat ganze 6 Stunden gedauert, der Hafenkapitän war zur Unterschrift nicht verfügbar. Das scheint in Isla Mujeres wohl immer so zu laufen. Der erste Tag verlief super, La Paloma machte guten Weg nach Norden in den Golfstrom. Dann Kurswechsel nach Osten. An der Nordküste von Kuba verließ und der Wind, wir hatten eine riesige Flaute. Der Herr Perkins musste herhalten. Der Golfstrom schob uns aber weiter. In der Florida Strasse kamen wir richtig ans laufen. 10,1 Knoten über Grund waren der größte Wert. Oberhalb von den Bahamas zweigte der Golfstrom nach NordOsten ab und schob uns in Richtung Bermuda. Das Genua Fall ist uns gerissen und die Genua lag im Wasser. Ein Schreck in der Abendstunde. Wir haben das Spinackerfall genutzt um die Genua wieder klar zu machen. Immer wieder mussten wir motoren, da der Wind nicht ausreichte anständig Fahrt zu machen. Nach insgesamt 12 Tagen auf See haben wir nach 1586 SM Bermuda am 5. Mai erreicht. Ganze 66 Motorstunden haben wir gebraucht. Zum Vergleich von den Cap Verden nach Barbados 2086 SM haben wir nur 7 Stunden den Motor genutzt. Bermuda Radio hat uns sicher und sehr professionell in den Hafen geleitet. An der Zollpier warteten schon dei Zöllner. PCR-Corona Test ist obligatorisch. Den haben wir am nächsten Tag gemacht. Ein Armband wurde uns verpasst, darauf steht "Traveller First 14 Days". Das Resultat, das nach 10 Stunden da sein soll ist bis zum 7.5 um 19:00 immer noch nicht bekannt. Wir dürfen aber nicht an Land. Liegen vor Anker. Es bläst aus allen Rohren mit bis zu 30 Knoten Wind. Eine Nachtwache ist wohl angesagt. Einen Kontakt mit einem Rigger, der uns ein neues Fall einzieht haben wir auch schon gemacht. Der darf aber noch nicht an Bord kommen, da unser Corona Status noch nicht klar ist. Es ist zum Mäuse melken. Hier ein paar Bilder von St. George. Insgesamt sind wir von Rio Dulce nach Bermuda 1956 SM gesegelt. Immer mehr Yachten tauchen hier auf, viele mit Problemen. Gerade kam eine Yacht in den Hafen, die ganze Genua hing in Fetzen am Vorstag. Ein anderer wurde eingeschleppt, Motor Probleme. Also nicht nur wir haben Probleme, das beruhigt ein wenig.

 

Unser Track von Mexico zu den Bermudas

St. George Ankerplatz

St. Georga Town, Bermuda


 

Samstag, 17. April 2021

Ein Tag zum wegwerfen

Ein Tag zum wegwerfen. Der Wassermacher hat merklich in seiner Leistung nachgelassen. Also eine neue Membrane einbauen. Eine Arbeit die in einer Stunde erledigt werden kann. Die alte Membrane war ja auch schon seit 5 Jahren im Einsatz. Eigentlich eine einfache Aktion dachten wir uns. Leider kam es mal wieder anders als geplant. Einer der Stehbolzen M10 der die ganze Einheit zusammenhält war korrodiert. Ich konnte den Aluminium-Pumpenkopf nicht abziehen um an die Membrane zu kommen. Nicht ums verrecken wollte sich das Teil  lösen. Wir mussten den Stehbolzen absägen um den Pumpenkopf abzuziehen. Der Stehbolzen ist ca. 80 cm lang, so was haben wir natürlich nicht an Bord. Aber wir hatten noch eine Gewindestange M10 im Schrank. Ein Schweißgerät hatten wir ja in Rio Dulce gekauft, was sich jetzt als Glücksfall erwiesen hat. Wir haben das Teil wieder zur Originallänge zusammengeschweißt. Klappte auch gut. Jetzt ist der Wassermacher wieder in Betrieb und produziert wieder 14 Liter Wasser pro Stunde. Aber es war eine langwierige Arbeit. Aber wir konnten das mit Bordmitteln reparieren. 

Der Wassermacher

Der zusammengeschweißte Stehbolzen


Dienstag, 13. April 2021

Warten auf das Wetter

Seit Ankunft auf der Isla Mujeres warten wir auf ein Wetterfenster für die Weiterfahrt in Richtung Azoren. Der Atlantik ist uns noch zu unruhig, zu viele Tiefs finden wen Weg nach Süden. Wir waren eine Woche in einer Marina und haben ein wenig Repariert. Die Dieselfilter noch einmal gereinigt. Eine Dichtung an der Kiste im Cockpit erneuert. Die vordere Toilette mit einer neuen Pumpe ausgestattet. Das Dinghy hat wieder von unter geleckt. Das Gummi hat sich vom Aluminium gelöst. Es wird es nicht mehr lange machen. Es muss noch bis Europa halten. Zum Glück haben wir Material in Cancun gefunden um die Reparatur durchführen zu können. Zu unserer Freude haben wir das Flextape und Flexglue gefunden. Das scheint jetzt wieder in Ordnung zu sein. Gestern haben wir die Marina verlassen und die Wasser und Dieseltanks aufgefüllt. Wetterwelt.de haben wir kontaktiert für eine professionelle Wetterberatung über den großen Teich. Mal sehen was er vorschlägt. Den Garmin Tracker haben wir in Betrieb genommen. Da werden über Iridium Wegepunkte alle 4 Stunden geschickt, dann kann der Wetterguru und jeder interessierte sehen wo wir uns befinden, wenn die Reise losgeht.     

Das ist die URL:

https://share.garmin.com/2EZVV
Gerade ist Arno am Brot backen. Also haben wir noch ein wenig Geduld bis wir auf die Reise gehen.   
 
Unser Dinghy mit Beflasterung