La Paloma

Donnerstag, 28. Mai 2020

Lebenszeiche aus dem Corona Lock down

Lange habe ich jetzt nichts geschrieben. Es gab auch nicht viel, lagen die ganze Zeit in Placencia Harbour vor Anker. Eigentlich haben wir die meiste Zeit auf dem Boot verbracht. Nur zum Einkaufen sind wir an Land gegangen. Hier lagen im Schnitt 20-25 Boote vor Anker. Bisher war uns das Wetter, bis auf zwei Tage, gnädig. Die zwei Mal hatten wir in der Nacht Rock-N-Roll. Einige Schiffe sind auf Drift gegangen. Ein Catamaran ist so 2 Meter an uns vorbei geschlittert. Sein Anker ist ausgebrochen. Dann bekam er den Motor nicht gleich gestartet. Zum Glück hatten wir die Maschine schon laufen und konnten ein paar Meter aus der Gefahrenzone fahren. In Belize haben wir jetzt seit über 40 Tagen keine neuen Infektionen mehr. Immer noch gibt es eine Ausgangssperre von 20:00 bis 05:00. Die Grenze zu Guatemala ist immer noch geschlossen. In der Provinz, in der der Rio Dulce fließt, sind aber nur sehr wenige Infektionen gemeldet. Aber auch dort gibt es Ausgangssperren und an manchen Wochenenden komplette Lock Down. Heute waren die ersten Demos in Guatemala Stadt, hoffentlich gehen diese friedlich aus. Die Leute haben keine Arbeit und ergo auch nichts zu Essen. Das ist ein großes Problem. Überall werden Food-Banks eingerichtet, damit sich die Leute mit dem Nötigsten versorgen können. Aber das ist nicht genug. Außerdem haben die Leute viel Angst vor Ansteckungen. Die Marinas im Rio Dulce haben sich zusammengeschlossen und eine Eingabe beim Präsidenten gemacht um die 108 Boote, die sich für die Rückkehr in den Rio angemeldet haben, einfahren zu lassen. Heute bekamen sie die Genehmigung, die Aktion durchzuführen. Wir haben uns gerade in die Online-Form eingetragen um zwischen dem 5-10 Juni in den Rio Dulce einfahren zu können. Dann ist die Flut hoch genug um über die Sandbarre zu kommen. Danach folgt ein 14tägige Quarantäne. Dann können wir in eine Marina fahren und das Boot an Land stellen. Einen Flug müssen wir auch noch organisieren der uns nach Frankfurt bringt. 



Mittwoch, 8. April 2020

Ostergrüße aus Belize

Also,zuerst mal : Es geht uns gut.
Sitzen hier in Belize fest. Grenzen zu, Häfen zu, Flughäfen zu. Nicht nur hier, sondern auch in den benachbarten Staaten. Unseren Plan, über den Atlantik zurück nach Europa zu segeln, haben wir inzwischen aufgegeben. Bahamas, Bermudas, Azoren, alles dicht. Müssten im Mai lossegeln, aber das ist nicht mehr machbar.
Nun harren wir der Dinge, die da kommen werden. Hoffen darauf, dass in absehbarer Zeit die Grenze nach Guatemala geöffnet wird, dann können wir wenigstens das Boot hurrikansicher abstellen. Hier in Belize gibt es nur wenige Liegeplätze in Häfen, nicht sicher und nur mit geringem Tiefgang zu erreichen.
Liegen hier vor dem Ort Placencia vor Anker, mit weiteren 20 Schiffen. Über Funk sind wir jeden Tag miteinander verbunden, auch mit anderen Schiffen, die woanders in Belize zwangsparken. Die Hafenbehörde hat uns auch schon besucht. Pässe, Schiffspapiere und das Schiff wurden fotografiert. Normalerweise kann man sich nur 3 Monate im Land aufhalten, aber wegen der besonderen Situation wurde das auf unbestimmte Zeit verlängert. Die Behörden haben eh die Arbeit eingestellt, so dass wir erst bei einer möglichen Ausreise unsere Gebühren bezahlen können.
An Land dürfen wir, zur Versorgung, Müll entsorgen, Telefon nachladen u.s.w. Bis 15 Uhr sind die Geschäfte geöffnet. Bisher kein Engpass mit Lebensmitteln.
Restaurants und Bars haben geschlossen. Die Preise sind normal geblieben. Diesel und Benzin sind sogar billiger geworden.
Bisher gibt es 8 Infizierte und 1 Toten im ganzen Land . Kubanische Ärzte unterweisen das medizinische Personal im Umgang mit dem Virus.
In den Läden gibt es Zugangsbeschränkungen. Max. 5 Personen gleichzeitig. Desinfektionsmittel stehen bereit und einer hat sogar ein Waschbecken vor dem Eingang.
Ausgangssperre von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Auch Einheimischen wird inzwischen die Einreise verweigert.
Seit Sonntag fahren keine Busse mehr, keine Fähren und keine Inlandsflüge. Für Notfälle gilt eine Sonderregelung.

Osterbesuche bei der Familie sollen damit limitiert werden. Vorgeschriebener Mindestabstand zu anderen Personen beträgt 2 Meter.
Masken gibt es keine zu kaufen, nicht mal in der Apotheke. Habe uns aus Taschentüchern selber welche angefertigt.
So sieht es also bei uns aus. Wetter ist gut, die Sonne scheint fast immer.

Dieses Osterfest wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Wo auch immer ihr euch aufhaltet, lasst euch nicht unterkriegen. Auch diese Krise geht vorüber.

Dienstag, 31. März 2020

Ausgangssperre in Belize

Jetzt haben wir hier in Belize auch eine Ausgangssperre vom 18:00 bis 05:00 für 30 Tage. Alle sollen in Haus respektive auf dem Boot bleiben. Die Supermärkte sind auf und noch einigermaßen gefüllt. Nur Mehl gibt es zur Zeit nicht im Supermarkt. Alles andere ist wohl noch da. Offiziell sind nur 3 Fälle von CorVid 19 gemeldet. Da alle Grenzen und Flughäfen geschlossen sind kommen auch keine Leute von Außerhalb nicht rein. Wie dicht die grüne Grenze ist weiß man natürlich nicht. Zur Zeit ist nur noch Mexiko für Segler offen, doch gibt es dort auch Einschränkungen. Aber was sollen wir in Mexico. Das ist Hurrikan-Gebiet. Ob wir dann noch wieder in den Süden nach Belize oder Guatemala rein dürfen ist noch fraglich. Also bleiben wir zwangsweise hier in Placencia, Belize vor Anker und wettern das Ganze ab. Von Guatemala Stadt sind 3 Flüge nach Frankfurt organisiert, der letzte am 1. April. Leider kommen wir nicht nach Guatemala rein, geschweige noch nach Guatemala Stadt.  Daumen drücken, mehr können wir nicht machen.

Montag, 23. März 2020

Wir liegen fest in Belize

Jeden Tag neue Informationen. Die Nachrichten überschlagen sich. Rechts und links von uns sind die Grenzen und Häfen dicht. Wir liegen zur Zeit in Placencia, Belize vor Anker. Da werden wir wohl noch einige Zeit aushalten müssen. Heute morgen wollten wir uns in eine Marina verholen, leider Fehlanzeige, sie ist seit heute dicht. Kein Boot mehr rein noch raus. Überall jetzt erst einmal 15 Tage Stillstand. Zur Zeit gibt es in Belize noch keine Ausgangssperre. Die Supermärkte sind noch auf, sodass die Versorgung  noch gesichert ist. Im Ort hier können wir uns noch frei bewegen, wie lange das noch so ist müssen wir abwarten. Wetter ist gut, die See ist ruhig. Wir sehen das noch einigermaßen gelassen. Wir sind ja auch gewissermaßen in Quarantäne. Wir hoffen, dass alle unseren Lesern ohne Schaden hier durchkommen. 

Samstag, 14. März 2020

Auch uns hat der Corona Virus im Griff

Nach zwei Wochen in Placencia Habor mit einigen Tagen mit viel Wind und Regen sind wir jetzt zurück in der Sapodilla Lagune. Wir haben gestern unsere Papiere in Placnacia bis zum 12. April verlängert. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Norden. Am 27.04 sollen Lydia und Monika von der La Favorita zurück via Miami nach Europa fliegen. Zur Zeit ist das natürlich noch alles etwas vage bei dem ganzen Durcheinander hier in der Region. Rechts und links von uns machen immer mehr Länder wie Honduras, Guatemala und weitere die Grenzen dicht für Reisende die aus Europa aus Ländern mit hoher Infektionsrate kommen. Nun sieht das bei den meisten Seglern ja so aus, dass sie seit Monaten nicht mehr in Europa waren, wir sind seit November 2019 in Guatemala und Belize unterwegs. Wie gehen die Einreisebehörden denn damit um, zur Zeit ist es so das auch wir nicht einreisen können. Belize ist zur Zeit noch offen, was sich aber jederzeit ändern kann. Da herrscht sehr viel Konfusion unter den Autoritäten. In Kolumbien müssen einreisende Segler sich beim Hafenkapitän melden, bekommen dann einen Ankerplatz zugewiesen und müssen auf den Doktor warten der sie untersucht. Wenn nichts anliegt, können sie einreisen. Wenn Verdacht besteht, müssen die Segler für 14 Tage in Quarantäne am Ankerplatz bleiben. Diese Methode können wir nachvollziehen und würden uns wünschen, dass das in anderen Ländern auch so gehandhabt wird. Ansonsten segeln wir demnächst wie der fliegende Holländer als Geisterschiff durch die Karibik. Abwarten und Tee, besser Bier, trinken.

Ein Ausflug mit dem Golfcar
   

Samstag, 22. Februar 2020

Ein perfekter Segeltag mit Anglerglück

Am Donnerstag sind wir morgens mit der Fähre (Speedboot mit 675 PS) von Caye Caulker nach San Perdo gefahren. Wir mussten unser Visum und das Cruising Permit für einen weiteren Monat verlängern. Visum war kein Problem mit 100 B$ waren wir dabei, klappte schnell und ohne Komplikationen. Beim Zoll zur Verlängerung des Cruising Permit kamen wir vor eine verschlossenen Tür. Die Herren waren ausgeflogen. Endlich um 13:00 war der Arbeitsplatz besetzt und wir konnten alles erledigen. Jetzt war natürlich die Fähre um 13:00 weg und wir mussten bis um 16:30 warten. Es war mal wieder eine Kaltfront angesagt mit Winden über 25 Knoten aus Nord. Da ist der Ankerplatz in Caye Caulker nicht besonders gemütlich. Am Freitag  um 09:30 gingen wir Anker auf bei moderaten Winden aus Nord. Durch den Durchlass  im Riff ging es ganz gemütlich. Im tiefen Wasser konnten wir mit achterlicher Briese gemächlich nach Süden segeln. Der Wind schlief immer mehr ein. Durch den Banister Cut wieder hinter das Riff und weiter in den Shag Cay Bugie auf den Anlerplatz. In der Nacht um 02:30 frischte der Wind auf und wir bekamen einen kräftigen Regenguss, Der Anker hielt, also kein Problem. Am Samstag kam der Anker um 08:30 an Deck und wir konnten die Strecke von 45,6 SM mit achterlicher Briese segeln. Die Angel kam Außenbords und bei ca.  6 Knoten hatten wir nun endlich Glück beim Fischen. Zwei anständige Kameraden kamen nicht ganz freiwillig an Bord. 

Die beiden Kameraden konnten wir an Bord ziehen. 
Sofort verarbeitet und eine kleine Portion Sushi angerichtet und für 2 Stunden in den Kühlschrank. Es war ein Gedicht. Insgesamt haben wir ca. 3,5 kg Filets in die Truhe gepackt. Für die Kollegen von La Favorita viel auch noch ein anständige Portion ab. Um 16:30 viel der Anker in der Sapodilla Lagune. Elke hatte Spagetti Bolognese vorbereitet. Hoffentlich haben wir eine ruhige Nacht ohne Unterbrechung durch viel Wind und Regen. 

Samstag, 15. Februar 2020

Die Woche der Nachtwachen

Seit wir hier in Caye Caulkeer sind hat es anständig geblasen. Vor allen Dingen Nachts in den Böen bis Windstärke 7, ein paar Regenschauer waren auch dabei. Im Großen und Ganzen ist es aber sehr trocken in diesem Jahr.  Elke hat dann immer  im Cockpit geschlafen um uns zu bewachen, manchmal bin ich auch draußen geblieben. Sonne und Wind hat uns genügend Strom gebracht, sogar den Wassermacher konnten wir ohne Generator laufen lassen. Wir haben 35 Meter Kette gesteckt, bei 2,5 Meter Wassertiefe. Ich habe mir den Anker unter Wasser angeschaut, konnte ihn aber nicht finden. Der war komplett im Sand verschwunden, konnte nur noch die Stelle sehen an der die Kette im Sand verschwand. Der hält also auf jeden Fall. Mein Honda Generator lief immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit. Irgendwas im Vergaser war noch verstopft. Er lief nur bei fast geschlossener Starterklappe, das ist ja nicht normal. Service war angesagt. Vergaser ausbauen und alle Düsen säubern. Ein Problem hatte ich mit der Luftdüse für den Leerlauf. Diese ist aus Kunststoff und hat eine kleine Düse in der Mitte. Die war komplett zu, konnte ich nicht mit einer Nadel frei bekommen. Ich musste mit einem 1 Millimeter Bohrer das Loch freimachen. Nachdem ich alles wieder zusammen gebaut habe, schnurrte der Honda wieder einwandfrei. Aber zur Zeit mit Wind und Sonne brauchen wir den Generator nicht. Am Wochenende soll sich das Wetter etwas beruhigen und der Wind nachlassen. Die nächste Kaltfront steht schon wieder in den Startlöchern. Nächste Woche werden wir sicher nach Süden segeln. Am 21.02 ist die Verlängerung unseres Visas angesagt. Das ist etwas lästig, da das nur  an drei Stellen in Belize möglich ist. Aber so ist es nun mal, andere Länder andere Vorschriften.