La Paloma

Freitag, 7. Februar 2020

In Caye Caulker vor Anker

Nachdem wir in Placencia alles erledigt hatten. Elke und Lydia brauchten einen Haarschnitt, sind wir am 30.01. weiter in die Sapodilla Lagune gefahren. Hier wollten wir noch ein paar Tage warten bis das Wetter uns eine Windrichtung aus Osten oder sogar Südosten bringt. Einen guten Regenschauer haben wir genutzt um das Regenwasser aufzufangen. Der Tank wurde voll. Wäsche haben wir auch noch gewaschen, dort sind die einzigen Waschmaschinen die auch mit heißem Wasser waschen. Am 04.02. haben wir dann die Sapodilla mit Richtung Nord verlassen. Nach etwa 6 SM konnten wir nun endlich die Segel ausschütteln. Mit voller Besegelung ging es in Richtung Norden. Unser Ziel war die Banister Lagune mit Durchgang durch das Riff. Nach 47,4 SM hatten wir den Anker über Sandgrund geworfen. Bei der Einfahrt in den Ankergrund bin ich auf einer Flachstelle aufgelaufen, konnte mich aber mit Maschinenkraft wieder befreien.Die Nacht mit viel Wind haben wir mit Ankerwache verbracht. Elke hat im Cockpit geschlafen. Aber alles ging gut und der Anker hielt. Am nächsten Morgen, es blies immer noch anständig, machten wir uns um 09:30 auf den Weg nach Caye Caulker. Die Durchfarht über das Außenriff war erstaunlich ruhig, keine sich brechenden Wellen. Kurz nach der Durchfahrt die Segel hoch und ab ging die Post. Durch den Long Cay Pass mussten wir hinter das Riff fahren. Da gibt es eine fiese Stelle mit einem Korallenkopf, den La Favorita das letzte Mal angekratzt hatte, aber diesmal ging alles klar und wir hatten genügend Wasser unter dem Kiel. Die flachste Stelle in der Durchfahrt mit einem Meter Wasser unter dem Kiele breitete keine Schwierigkeiten. Um 13:00 und nach 25,4 SM viel der Anker in der Bucht von Caye Caulker. Wir blieben an Bord, denn es war wieder Wind in den Böen von 20 Knoten aus Südost angesagt. Wieder eine Ankerwache. Am nächste Morgen hatte sich der Wind soweit gelegt das wir an Land fahren konnten. Wir brauchten Lebensmittel und Obst, die Pantry war ziemlich leer. Nach dem Mittagessen zurück an Bord. Der Wetterbericht kündigte in der Nacht wieder 20-25 Knoten Wind aus NW an. Eine Kaltfront kam aus Norden angerauscht. Das ist nicht so bequem, da wir nach Nordweste offen liegen, also in Legerwall. Das wird sicher eine unruhige Nacht. Nach Mitternacht kam der Wind dann aus Nordwesten. Aber die Böen hielten sich in Grenzen, sodass es keine Problem gab. Es hat halt ein wenig geschaukelt. Regenwolken zogen auf, es gab aber nur ein paar Spritzer. Wir hätten uns mehr erhofft, dann wird immer das Deck vom Salz befreit. Ab Nachmittg soll der Wind wieder aus Nordosten blasen. Aus der Richtung haben wir die Insel vor uns und es wird wieder ruhiger in der Bucht. Aber es soll leider noch ein paar Tage so weitergehen mit dem Wind, immer 20-25 Knoten in den Böen aus Nordost, Ost und Südost. Wir werden es abwettern. 


Die Insel Caye Caulker unser Ankerplatz

Egal wie es aussieht, Hauptsache es segelt



Donnerstag, 23. Januar 2020

In Placencia, Belize aufgeschlagen

Nach einem regnerischen Wochenende in der Burnt Key Marina wurden unsere Leinen in Rio losgemacht. Es ging ein letztes Mal den Fluss runter zur Mündung des Rio Dulce. Nach vier Jahren immer im Rio Dulce über die Hurrikan Saison sagen wir jetzt auf Wiedersehen. Nachdem wir ausklariert hatten und die letzten Quezales in Bier eingetauscht hatten, warteten wir auf die Flut um über die Barre zu fahren. Beim Tanken ist mir Diesel am Backbordtank ausgelaufen. Es stank in der Backskiste fürchterlich nach Diesel. Während der Wartezeit habe ich die Kiste ausgeräumt und den Diesel mit 25 Pampers aufgesaugt und die Schweinerei gereinigt. Um 16:50 war Hochwasser angesagt. Um 16:00 nahmen wir den Anker hoch. Es schüttete fürchterlich beim aufnehmen des Ankers, aber wir konnten nicht warten die Flut war da. Elke war nass wie ein Pudel. Die La Favorita brauchte Hilfe von Hector mit seinem Fischerboot. Beim einem Tiefgang von 2 Metern muss das Schiff gekränkt werden um nicht im Sand stecken zu bleiben. Bei uns mit nur 1,6 Metern war das zum Glück kein Problem, wir rutschen ohne Grundberührung über die Barre. Weiter ging es zum Ankerplatz Tres Puntas für die Nacht. Mein Autopilot fing an zu spinnen, hatte kein Öl mehr und die Pumpe saugte Luft. Das war schnell behoben, jetzt ist alles wieder in Ordnung. Mit dem letzten Büchsenlicht viel der Anker vor Tres Puntas über 3 Meter Wasser. Leider wurde die Nacht sehr unruhig, der Wind drehte und wir lagen auf Leger-wall. Es schaukelte anständig. So sind wir beim ersten Morgenlicht Richtung Placencia aufgebrochen. Das waren 41 SM und wir trafen bei sehr ruhigem Wasser am Ankerplatz in Placencia Habor ein. So etwa 30 Segelboote schaukelten schon am Anker. Wir verbrachten eine sehr ruhige Nacht vor Anker. Am nächsten Tag haben wir einklariert. Das ging ohne Probleme. Der Zoll hatte allerdings ein neue Masche, die schickten einen Zöllner an Bord, das kostete 100 B$ Reisespesen. Den Zöllner musste ich auch noch selbst an der Pier abholen. Aber so ist es nun mal, die finden immer einen neuen Dreh den Segler zur Kasse zu bitten. Aber jetzt ist alles erledigt und wir haben einen Monat Ruhe, dann müssen wir unsere Papiere wieder verlängern.

Der rote Punkt ist unser Ankerplatz in Placencia, Belize

Freitag, 17. Januar 2020

Auf Wiedersehen Rio Dulce

Weihnachten und Neu Jahr haben wir in der Burnt Key Marina verbracht. In Fronteras war es uns zu Hektik. Burnt Key liegt am Ende des Golfete in Richtung Meer. 

Elke, Lydia, Arno Stephan und Ferdinand 

Das Weihnachtsessen 

La Paloma am Steg in Burnt Key

Die Lagune von Burnt Key

Am 3.1.2020 sind wir zurück nach Fronteras gefahren. Meine Batterie zum Starten des Motors hat den Geist aufgegeben. Da muss eine neu her. Die haben wir dann auch gekauft und installiert. Bei dem Batterieladegerät war der Schalter für den Batterietyp korrodiert und konnte nicht mehr bewegt werden. Das habe ich auch wieder hinbekommen, mit WD 40 und Öl wurden sie wieder gängig. Am 10.01.2020 konnten wir dann endlich die Rettungsinsel aus Deutschland in Empfang nehmen. Die wiegt 45 kg und passte auf den alten Platz auf der Achterkajütte. Ich habe 6 x 6 Volt 225AH Batterien für die Kabine verbaut. Eine von denen machte Probleme. Beim Laden gaste die Batterie sehr stark un nach einer Woche waren zwei Zellen trocken. So habe ich gestern noch schnell eine neue Batterie gekauft. Schauen wir mal. Heute Morgen zur Tankstelle und noch Diesel gebunkert. Jetzt liegen wir wieder in Burnt Key am Steg. Am Montag morgen geht es den Fluss runter nach Livingston. Ausklarieren und am Nachmittag beim Hochwasser über die Barre und dann Richtung Belize. placencia ist der nächste Stop, dort werden wir einklarieren. 

Sonntag, 8. Dezember 2019

Endlich vor Anker

Nach zwei Wochen an der Pier sind wir am Samstag den 30.11 vor Anker gegangen. Endlich Luft von alles Seiten. Den Wassermacher habe ich in Betrieb gesetzt, er machte ein paar Probleme. Die Vordruckpumpe lief nicht einwandfrei. Die habe ich ausgetauscht, hatte noch eine an Bord. Die ist zwar nicht IP65 Wassergeschützt, aber sie läuft gut. Die Spülpumpe der Membrane mochte auch nicht laufen. Da war ein Massekabel durch Korrosion abgefallen. Salzwasser halt. Immer ein Problem. Aber er läuft wieder einwandfrei. Eine neue Pumpe habe ich bestellt, die bringt der Besuch von Eisbär III am 18.12 aus Deutschland mit. Ansonsten ist soweit alles in Ordnung. Den Honda Generator habe ich auch in Betrieb genommen, läuft einwandfrei. Hier ist das Wetter die letzten Tage durchwachsen, immer mal wieder Regen. So können wir Regenwasser auffangen und in den Wassertank an Bord leiten. Heute Mittag waren wir in einen guten Restaurant essen, Sonntags bleibt die Küche von Elke kalt. 


La Paloma vor Anker im Rio Dulce

Ein Hotel im Dschungel

Eine Hängebrücke über den Fluss

Montag, 18. November 2019

La Paloma schwimmt wieder

Am Freitag Nachmittag hatten wir Krantermin. La Paloma kam zurück ins Wasser.  Das ist immer mit Aufregung verbunden, sind alle Borddurchlässe dicht, pumpt die Seewasserpumpe Kühlwasser durch den Motor, ist die Stopfbuchse dicht etc. Aber alles ging glatt, der Herr Perkins sprang nach 6 Monaten Stillstand ohne Problem an und lief gleich rund. Vom Slip sind wir dann an die Pier gegangen, wollen noch ein paar Tage dort liegen und den Rest der Arbeiten erledigen. Auf jeden Fall ist es angenehmer im Wasser zu liegen. Besseres Klima und mehr Wind. Auch ist es einfacher an und von Bord zu kommen. Jetzt werden wir die Segel aufziehen, dann wird es in der Vorderkabine wieder mehr Platz bringen. Die Computer muss ich auch noch installieren, habe sie erst einmal nur so auf den Kartentisch platziert. Da sind noch einige Befestigungswinkel anzubringen. Aber wir haben ja Zeit, da wir noch auf eine Lieferung von SVB mit der Rettungsinsel warten. Die sind etwas langsam bei SVB mit der Abwicklung. Letzte Woche haben wir die alte Rettungsinsel von der La Favorita ausgepackt und aufgeblasen. Die war nicht mehr zu gebrauchen. Der Innenschlauch ist geplatzt, die Naht war nicht mehr dicht. Auch sah die Insel nicht mehr Vertrauenswürdig aus. Unsere Rettungsinsel ist auch seit 3 Jahren über die Wartung, hier gibt es leider keine Stelle die eine Wartung durchführt. Optisch sah unsere Insel noch ganz gut aus. Sie war in einer Plastiktüte eingeschweißt. Wie sie innen aussieht konnte ich nicht feststellen. Wir wollten sie nicht auspacken. Das machen wir erst wenn die neue da ist.  
 

Dienstag, 5. November 2019

In Rio Dulce aufgeschlagen

Freitag um 14:37 ab Bahnhof Soest mit dem Zug nach Düsseldorf. Die Bahn war Pünktlich, war halt eine Privatbahn. In Düsseldorf haben wir uns am Bahnhof mit Lydia und Arno von der La Favorita getroffen. Übernachtet haben wir im Sheraton Hotel am Flughafen. Zum Abschied haben wir uns noch ein vorzügliches Steak gegönnt. Um 04:30 rappelte der Wecker. Flug war um 07:20 mit Iberia nach Madrid. Pünktlich ging es los. In Madrid mussten wir das Terminal wechseln. Das dauert so um die 30 Minuten. Knapp darf der Weiterflug nicht gewählt werden. Wir hatten 2 Stunden Zeit das zu erledigen. Eine halbe Stunde hatte der Flieger Verspätung, Aber wir holten das doch wieder ein und waren pünktlich um 16:30 in Guatemala Stadt. Ein Anruf im Hostal und wir wurden abgeholt. Einfach aber Ok waren wir untergebracht. Am nächsten Tag haben wir uns die Busfahrkarten besorgt. Wieder um 04:15 aufstehen, der Bus ging um 05:30 vom Busbahnhof pünktlich ab. Unterwegs hatten wir zeimal einen Stau und so zog sich die Fahrt in die Länge. Um 15:00 schlugen wir in Fronteras auf. Mit dem Tuk-tuk, das ist ein Dreirad mit Sitzplätzen,  dann in die Marina. La Paloma stand brav an ihrem Platz. Die Taschen an Bord, Strom angeschlossen und erst mal alles überprüft. Batterien waren voll, keine Spack im ganzen Boot. Soweit eine positive Überraschung. Es hatte wohl nicht ganz so viel geregnet. Der Kühlschrank brummt auch, das Bier wird kalt. Nach einem kleinen Nachtmahl in die Koje. Am nächsten Morgen Frühstück und dann an die Arbeit. Das Schlauchboot stand ganz oben auf der Liste. Am Schutzbezug war die Klettbefestigung war abgegangen. Dreckig war es auch. Das war etwas mühsam, Aber jetzt ist alles angeklebt und Morgen kommt der Verhüterlie wieder drauf. Ein kleinen Leck muss noch geflickt werden. Dann den Außenborder überprüfen und ab geht das Schlauchboot ins Wasser. Das brauchen wir ja um über die Bucht zum einkaufen zu fahren. Das mal in Kürze von der Rückreise.

de
Ferdinand

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Der Endspurt ist eingeläutet

Der Endspurt ist eingeläutet. Soweit haben wir alles erledigt. Mutter ist soweit versorgt. Sie braucht schon ein wenig Unterstützung, wird ja bald 94 Jahre, das haben wir mit dem Pflegedienst organisiert. Der Hausbau in unserem Garten geht auch voran, nicht so schnell wie geplant. Die Dachbalken stehen oben. Bald soll das Dach folgen. Es soll aber Morgen noch Richtfest geben. Elke hat  heute mit dem Packen angefangen. Dann sieht das so aus bei uns im Gästezimmer.

Elke packt die Reisetaschen

Das meiste sind Bootszubehör und Lebensmittel

Wir haben 32 kg pro Person, fliegen ja mit der Iberia über Madrid und nicht mit der Condor. In Düsseldorf soll es Probleme mit der Security geben, da der Service wohl das Handtuch geworfen hat. Verzögerungen soll es geben. Wir fliegen um 07:20 da ist es vielleicht noch nicht so voll am Flughafen.  Schauen wir mal. Wird auch Zeit wieder an Bord zu kommen. Erstens wird es langsam kalt hier und zweitens wird es langweilig. Ich muss wieder auf Tour.