La Paloma

Montag, 10. März 2014

Getriebeölkühler von La Paloma

Bei den letzten Ölwechsel am Getriebe hatte ich immer leichtes milchiges Öl festgestellt. Einen Verdacht hatte ich, aber keine Sicherheit , das es der Ölkühler vom Getriebe ist der ein Leck hat. Das habe ich Gestern festgestellt. Wieder milchiges Öl. Habe mich heute morgen auf die Suche nach einen Ersatz gemacht. In einem Gebrauchtteileladen für Boote wurde ich fündig. Ein neuer Ölkühler der zwar nicht genau dem meinem entsprach, aber mit ein paar Modifikationen passend gemacht wurde. Der ist jetzt eingebaut. Soweit ist alles in Ordnung. Dreimal habe ich das Getriebe mit Öl gespült um das Wasser raus zu bekommen. Jetzt hat dass Öl wieder die richtige Farbe. Der Preis für die ganze Aktion hielt sich mit 120 € in Grenzen. Es ist immer was zu tun.  

Sonntag, 9. März 2014

Boca Chica, Dominikanische Republik

Der dritte Tag auf See brachte uns leichte Winde. Ab und zu schlugen die Segel. Am Groß sind uns zwei Mastrutscher ausgebrochen, das Segel haben wir geborgen, um nicht noch mehr Schaden zu bekommen. Wir haben das Besanstagsegel gehisst. Die 28 Quadratmeter Leichtwindsegel haben uns geholfen doch im Mittel 4-5 Knoten zu segeln. In der Mona Passage zwischen Puerto Rico und der Dominikanischen Republik gibt es komische Strömungen und eine kabbelige See. Auch die haben wir hinter uns gelassen. Boca Chica kam immer näher. Da die Einfahrt in den Yachthafen mit einigen Untiefen gespickt ist, sind wir die letzten 10 SM unter Motor gefahren, damit wir noch vor der Dunkelheit den Hafen erreichen. Das klappte auch und wir wurden am Eingang zur Lagune vom Personal der Marina Zar-Par in Empfang genommen. Guter Service. Wir wurden zum Empfangssteg geleitet. Dort kamen die Behörden auf das Schiff, eine neue Erfahrung für uns. Einer hat sich alle Schränke aufmachen lassen, Drogen sind halt hier auch ein Problem. Aber alles freundlich und Stress frei. Dann ins Büro, 180 USD wechselten den Besitzer und alle Papiere wurden erledigt, die Pässe gestempelt, wir waren legal im Land. Dann erst einmal einen erholsamen Schlaf bis zum nächsten Morgen. Wir bekamen einen Liegeplatz am Steg. Das Boot wurde gewaschen. Natürlich waren ein paar Arbeiten notwendig. Meine Schaltung war seit einiger Zeit etwas schwergängig. Das habe ich gleich behoben, es lag am Schaltzug. Das Kabel war ein wenig verbogen. Ich konnte es wieder richten, jetzt geht alles wieder einwandfrei. Getriebeöl habe ich auch gewechselt. Dabei stellte ich fest, dass der Ölkühler vom Getriebe wohl ein kleines Leck hat. Das Öl war milchig, was auf Wasser hindeutet. Da ist wohl ein neuer fällig. Ich denke, ich werde den hier kaufen können. Das Standgas vom Perkins habe ich auch gleich noch reguliert, nach dem Einbau der Einspritzpumpe war es etwas zu niedrig. Auch das konnte ich erledigen. Das Segel muss eventuell zum Segelmacher die Rutscher erneuern. Am Samstag Nachmittag machten wir einen Spaziergang am Strand entlang. Pulsierendes Leben, spanische Musik, spanische Ausgelassenheit überall. Es reiten sich kleine Restaurants am Strand entlang. Jeder mit kräftiger Musik und vielstimmiger Unterhaltung. Aus dem Autos dröhnte die Musik, mit Lautsprechern so groß wie Reisekoffer. Hoffentlich hatten die noch genügend Batteriestrom um den Motor zu starten. Wir dachten schon, wir sind in Spanien. Einkaufen im Supermarkt war auch angesagt, gut sortiert und nicht zu teuer. Heute am Sonntag sind wir in ein lokales Restaurant am Fischereihafen gegangen, da waren nur Einheimische zu Gast, und haben vorzüglich gespeist und getrunken. Das alles für 20 €, sehr preiswert. Am Strand war heute mächtig was los, wildes Treiben überall. Es gefällt uns richtig gut hier. Wir haben den Eindruck nun endlich in der Karibik angekommen zu sein.

Der blaue Marker ist unser Standort in der Marina Zar-Par

Teil der Marina mit Regal um kleine Boot platzsparend zu lagern

La Paloma am Steg der Marina Zar-Par

Der Strand am Sonntag in Boca Chica


  

Freitag, 7. März 2014

Zweite Nacht auf See

Wir sind ganz gut voran gekommen in den letzten 24 Stunden. Wieder ein Etmal von 140 SM (Etmal= Distanz in Seemeilen in 24 Stunden). Jetzt haben wir noch 50 Seemeilen vor uns. Das sollte noch bis zum späten Nachmittag zu schaffen sein. Gestern sind uns 2 Rutscher am Großsegel ausgebrochen. Um nicht noch mehr zu beschädigen habe ich das Groß geborgen. Wenn es keinen Segelmacher in Boca Chica gibt, heißt es selber Nadeln und neue Rutscher anbringen. Jetzt habe ich den Basan geborgen und das Besanstagsegel gehisst. Laufen jetzt wieder, trotz schwächerem Wind im Mittel 5 Knoten. Heute Nacht konnte Elke und ich wieder mit den Funkern der MAR-Runde und des Seelotsen sprechen. Das ging lange Zeit aus der Karibik nicht. Elke liegt nun endlich in der Koje und schläft. Sie hat immer Probleme mit dem Schlafen wenn wir unterwegs sind.

Donnerstag, 6. März 2014

Bergfest

Die Hälfte der Strecke haben wir hinter uns. Nachden wir bis zum Morgengrauen einen Kurs von 240° gesegelt sind, haben wir um 06:00 die Segel und den Kurs geändert. Wir laufen jetzt 284° direkt auf das Ziel zu. Die Genua ist an Steuerbord ausgebaumt, das Groß und der Besan mit Bullenstander Backbords. Wir laufen fast immer über 6 Knoten. Es schaukelt zwar, aber wir segeln fast aufrecht.

Mittwoch, 5. März 2014

Auf dem Weg in die DOMREP

Heute morgen um 08:00 haben wir die Segel für die Reise in die Dominikanische Republik gesetzt. Das ist eine Strecke von 320 SM immer nach Westen in der Generalrichtung. Wetter ist bisher moderat. Wir haben die Genua ausgebaumt, das zweite Reff im Groß und den Besan gesetzt. Wir laufen immer so um die 5-6 Knoten. Soweit ist alles in Ordnung an Bord. Links von uns eine Regenfront, rechts kommt gerade Puerto Rico in Sicht. Wir hoffen nach 60 Stunden in Boca Chica zu sein. Das ist in der Nähe von Santo Domingo, der Hauptstadt der DOMREP.

Dienstag, 4. März 2014

Der letzte Tag auf den BVI's

Heute war unser letzter Tag auf den British Virgin Islands (Jungferninseln). Wir sind gestern in Great Harbour auf Jost Van Dyke an eine Boje gegangen. Heute haben wir die Zoll und Ausreiseformalitäten erledigt. Einige Vorbereitungen am Schiff erledigt, Wasser, Motor und Getriebeöl überprüft. Die Stopfbuchse an der Hauptwelle ein wenig nachgezogen und hier und da geprüft. Noch einen letzten Sundowner mit der Crew von der Andiamo und der Golden Argosy am Strand. Den Außenborder vom Beiboot am Achterdeck befestigt, das Schlauchboot in den Davids gut verzurrt. Die BVI's hinterlassen verschiedene Eindrücke bei uns. Es ist seglerisch kein anspruchsvolles Revier, eher so was wie ein Binnenmeer, geschützt von allen Seiten durch Riffe. Die Wassertiefe ist moderat, dadurch kann der Atlantikschwell keine hohen Wellen aufbauen. Das Revier beheimatet die größte Charterflotte der Welt. Die Bootsdichte ist dementsprechend. Die Boote fallen an jeden Ankerplatz in Rudeln ab 14:00 ein, und der Kampf um die Bojen ist eröffnet. Ankern ist so manchem Charterskipper ein Buch mit sieben Siegeln und das Buchtenkino ist immer wieder amüsant. Auch bleiben uns die BVI's in Erinnerung, weil dort unser Mr. Perkins (Einspritzpumpenschaden) uns verlassen hat. Das hat uns zwei Wochen im Hafen festgehalten. Aber auch das gehört manchmal zum Fahrtensegeln dazu. Morgen früh geht es ab in Dominikanische Republik.

Great Habor auf Jost Van Dyke


Sonntag, 2. März 2014

Little Jost van Dyke

Von der White Bay aus sind wir gestern morgen weiter nach Jost van Dyke gesegelt. Nur 9 SM betrug die Distanz die wir wir zurücklegen mussten. Die Insel Jost van Dyke hat eine kleine vorgelagerte Insel, Little Jost van Dyke. Hier in der Green Bay haben wir den Anker über 3 Meter Sandgrund eingegraben. Die Crew der Andiamo war schon dort vor Anker, die Golden Argosy mit Alessandra und Mario kam später dazu. Ferdinand hat gleich das Tauchgerät klar gemacht und die Seepocken vom Rumpf gekratzt, was in einer knappen Stunde erledigt war. Beim Sundowner bei Mario an Bord haben wir die letzten Neuigkeiten ausgetauscht. Wir hatten eine ruhige Nacht vor Anker. Heute Morgen haben wir einen Ausflug an Land gemacht. An der Atlantikseite gibt es eine kleine Bucht mit Namen Bubbly Pool. Hier drückt die Dünung des Atlantiks bei starkem Nordschwell durch eine kleine Öffnung. Das wollten wir uns ansehen. Leider zeigte sich der Atlantik nach einigen Tage mit wenig Wind sehr zahm und das Erlebnis war beschränkt. Nichts desto Trotz war es ein schöner Spaziergang. Wieder an Bord hat Ferdinand noch einen ausgedehnten Schnorchelgang am Riff entlang gemacht. Schöne blau leuchtende Fächerkorallen und viel bunte Fische hat er gesehen. Morgen geht es weiter in eine andere Bucht.

Die blaue Markierung ist unser Ankerplatz

Sandy Split mit Tortola im Hintergrund

Am Bubbly Pool, Elke kühlt sich die Füße

Die Crews der Andiamo, Elke und Günter und Golden Argosy, Alessandra und Mario

Mario nimmt ein Bad im Bubbly Pool

Die Bucht auf Little Jost van Dyke