La Paloma

Freitag, 30. September 2022

Die neuen Solarzellen sind montiert

Die Solarzellen sind montiert. Ich habe beide 80 Watt Zellen angebracht. Jetzt haben wir total 420 Watt Solarleistung an Bord.  Das reicht wohl für die Strom-versorgung. Bin jetzt mal von der Landstromversorgung getrennt und kann sehen wie weit ich mit den Batterien komme. Der Kühlschrank hat auch innen einen neuen Anstrich bekommen. Der läuft jetzt wieder und das Bier ist kalt. Hatte noch einen Vorrad aus Portugal an Bord. Der muss jetzt weg. Beim Segelmacher war ich auch schon, er kommt am Montag an Bord. Dann schauen wir mal was wir machen und ob ein neues Großsegel notwendig ist. Die Umlenkrolle für das Großsegelfall muss auch kontrolliert werden. Der Genacker muss auch noch repariert werden. 

 

Die beschädigten Solarzellen

Die neuen Solarzellen sind montiert



Dienstag, 27. September 2022

In Torrevieja auf La Paloma aufgeschlagen

Nach vier Monaten in Soest habe ich mich entschlossen wieder nach Torrevieja zu fahren. Es stehen ja einige Arbeiten an. Material habe ich bestellt und es ist einiges aufgelaufen. Mir ist ja am Liegeplatz in der Marina einer beim einparken in die Solarmodule an der Steuerbordseite gefahren. Die beiden Module sind jetzt Schrott. Leider hat sich der Verursacher vom Acker gemacht ohne es bei der Marina zu melden. Den Schaden habe ich jetzt selbst. Es war zwar finanziell kein großer Schaden, ca. 100 Euro. Aber die Arbeit muss ich halt machen. 

Ich  bin am 24.09. um 08:30 in Soest gestartet. Da es Samstag war hielt sich der Verkehr in Grenzen und ich kam gut voran. Um 18:00 war ich in Lyon, dort hat sich der Verkehr ein wenig verdichtet. Als ich durch war ging es wieder flott dahin. Jetzt bekamen ich Regen und das nicht wenig. Ich bin dann noch bis um 21:00 weiter gefahren. Ich hatte jetzt die Hälfte der Strecke hinter mir. Eigentlich wollte ich ein Hotel nehmen und die Nacht dort verbringen. Bei dem Regen und allein im Fahrzeug war die Suche nicht so einfach. Also habe ich an einer Tankstelle gehalten und mich auf dem Beifahrersitz für 3 Stunden hingelegt. Um 24:00 war ich so weit wieder fit um weiter zu fahren. Zu meinem Erstaunen war ein Hotel direkt meinem Parkplatz gegenüber. Aber ich war ja so weit fit um weiter zu fahren. Der Benzinpreis in Frankreich war zu meinem Erstaunen bei 1,489 EURO. Das zeigt mal wieder das wir in Deutschland abgezockt werden. Später habe ich noch einmal eine Pause von zwei Stunden eingelegt. Ab Valencia hat starker Regen eingesetzt. Ab Denia war dann wieder Sonnenschein und ich konnte erstmals das blaue Wasser sehen. Das hob die Stimmung doch sehr. Um 13:00 nach 29 Stunden Fahrt und 2070 km bin ich im Hafen eingetroffen. Bei La Paloma war soweit alles in Ordnung. Es lag viel Sahara Staub auf dem Deck. So erst einmal eine Wasserschlacht um den Staub zu entfernen. Die erste Nacht an Bord war sehr gut, war ich doch ganz schön geschafft nach der Fahrt. Ein Gewitter mit viel Regen kam in der Nacht runter. Der Montag war ein Tag der Ruhe. Heute habe ich den Kühlschrank von innen geschliffen und den ersten Anstrich aufgebracht. Weiter habe ich an der Solarzelle im Heck einen Halter gewechselt, der zweite kommt morgen dran. 

 

Dienstag, 14. Juni 2022

Video von der Reise von Terceira, Azorn nach Torrevieja Spanien Mai 2022

Ich habe ich ein Video zusammengeschnitten über die Reise im Mai 2022 von Terceira, Azoren nach Torrevieja, Spanien.


Video der Reise von La Paloma Mai 2022

Sonntag, 5. Juni 2022

Ein paar Bilder von der Reise

 Hier ein paar Bilder von der Reise von den Azoren nach Torrevieja.

La Paloma am Steg in Praia vor der Abfahrt

In der Marina in Praia

Nach ca. 400 SM stieg der Autopilot aus. "SeaTalk" Fehler wurde angezeigt. Das war ein Schock, hatten wir doch noch 600 SM vor uns. Aber wir konnten ihn wieder reparieren. Korrosion ist der Teufel auf See.

Der Autopilot läuft wieder

Ein gutes Frühstück nach durchwachter Nacht

Ein schöner Sonnenuntergang

Wassereinbruch! Das Abflussrohr der Spüle hatte ein Leck und Wasser lief ins Boot. Wer will schon Wasser im Schiff haben. Eine Aktion war fällig. Das Leck konnte ich mit 5 Minuten Epoxy kleben.

Wasser im Schiff

Den erste Fisch angelandet



Auch Sonnenaufgänge können schön sein

Tarifa Leuchtturm, der Eingang ins Mittelmeer

Europa Point, wir haben es geschaft

Mittwoch, 1. Juni 2022

Zurück nach Deutschland

Morgen am 02.06. geht es zurück nach Deutschland. Der Flug geht von Alicante nach Düsseldorf. Um 10:40 geht es los. Der Liegeplatz in der Marina RCNT ist gesichert. Bin ja schließlich fast 40 Jahre hier Mitglied. 

Die Abreise musste jetzt so schnell erfolgen, da Elke mit ihren Augen viele Probleme hat. Am Montag wurde sie am linken Auge operiert und braucht jetzt absolute Schonung. Die Operation war erfolgreich, aber die Heilung kann bis zu 2 Monate dauern. Da muss ich ihr beistehen.

Wir haben mit der Landung in Torrevieja unsere Atlantik-Runde von 10 Jahren abgeschlossen, Der Kreis ist geschlossen. Es war eine interessante Zeit und wir möchten trotz aller Schwierigkeiten keinen Tag missen. Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Ich möchte mich bei allen bedanken die sich meine Ergüsse angeschaut haben.

La Paloma hat uns auf der langen Reise nie im Stich gelassen und uns immer sicher in den nächsten Hafen gebracht. 




Sonntag, 29. Mai 2022

In Torrevieja aufgeschlagen

 

Nach 10 Tagen und 19 Stunden und 1356 SM auf dem Buckel haben wir in Torrevieja festgemacht. Aber hier ein paar Details der Reise.

Strecke Terceira nach Torrevieja 1356 SM

 17.05. 15:15.

Los geht es aus der Marina. Bei Hochwasser haben wir den Hafen um 15:15 verlassen. In der Einfahrt ist eine Sandbank und die Fahrrinne ist sehr schmal. Wir haben das Großsegel im ersten Reff gesetz und dazu noch die Genua. Nachdem wir aus der Abdeckung von Terceira waren liefen die Wellen auf 3+ Meter aus Norden. Hatten wir doch einen Tag zuvor noch 30-35 Knoten Wind aus Norden. Jürgen mein Mitsegler kannte das Rollen eines Segelbootes bei achterlichen Winden noch nicht und er hatte zwei Tage mit Seekrankheit zu kämpfen.


18-19.05. zu den hohen Wellen kam dann auch wieder ein Wind aus Norden mit 7 BF Wind und dazu hohe Wellen. Dazu gab es noch anständig Regen. Es war eine nasse Angelegenheit. Immer wieder kam ein Schwall Wasser ins Cockpit. An Schlafen und Kochen war nicht zu denken. Das ging so bis zum 19.05 Mittags, dann wurde es langsam besser, die Front war durchgezogen.

So gegen 04:30 stellte unser Autopilot seinen Dienst mit der Meldung „ Seatalk Fehler“ ein. Der Schreck fuhr uns in die Glieder. Müssen wir nun über 600 SM per Hand steuern, eine sehr schlechte Vorstellung. Nach einiger Überlegung kamen wir zu dem Schluss, es kann nur an der Verkabelung vom Kurscomputer zum Steuergerät liegen. Da wir noch ein Steuergerät als Ersatz hatten konnten wir den Fehler finden. Es war ein schlechter Kontakt in der Zuleitung zum Steuergerät. Scheinbar war Feuchtigkeit eingedrungen. Der Autopilot lief erst einmal mit dem Ersatzgerät einwandfrei. Dann habe ich die Verkabelung mit neuen Kontakten versehen und das alte Steuergerät wieder angeschlossen. Das funktionierte auch einwandfrei. Da ist uns ein Wackermann vom Herzen gefallen. Ab Mittag am 19.05 gutes Wetter mit Sonnenschein.


20.05.

Ab 00:30 kein Wind und der Motor musste gestartet werden. Zum Glück hatte sich auch die Wellenhöhe an die Windverhältnisse angepasst. Wir waren anscheinend aus der Konvergenzzone raus und kamen langsam in die Wetter-Strömungen der portugiesischen Küste.


21-23.05.

Mit Motor ging es bis zum 21.05 bis zum Mittag. Um 12:30 haben wir die Segel gehisst. Schreck lass nach, das Großsegel riss unter dem zweiten Reff horizontal fast ganz auf. So mussten wir den Rest der strecke mit dem zweiten Reff zurecht kommen. Die Genua zog aber prächtig und dazu setzte ich auch noch den Besan. Das lief gut. Da wir sehr viel Wasser über genommen hatten musste ich das erst einmal wieder Außer Bord befördern. Außerdem stellte ich dabei fest das das Abflussrohr der Spüle in der Kombüse ein Leck hat. Das ist erst einmal kein großes Problem so lange wir das Bordventil absperren. Was wir nicht immer machten. Bei jedem Eintauchen kam ein Schwall Wasser ins Boot. Dabei handelt es sich um ein Y-Rohr aus Kupfer bei dem eine Lötstelle Leck war. Das Leck konnte ich mit 5 Minuten Epoxyd abdichten. Als ich so richtig damit beschäftigt war, bis auch noch ein Fisch an die Angel. Der hatte nun erst einmal meine Aufmerksamkeit. Den bekamen wir auch an Bord, es war ein mittelprächtiger Bursche aus der Tuna-Familie. Jürgen hat Fotos gemacht, die ich aber noch nicht habe. Den habe ich zerlegt und einiges davon eingefroren. 

 

Abendstimmung unterwegs


24.05.

Wieder schlechtes Wetter und wieder kam viel Wasser an Bord. Die Wellen gingen hoch und wir mussten die Genua reffen. Danach war es besser und es ging flott dahin. Keine weiteren Schäden zu verzeichnen.


25.05.

Morgens um 07:00 konnten wir die Küste von Marokko sehen, bald haben wir es geschafft. Der Andrang der Schiffe die durch die Meerenge von Gibraltar wollen ist sehr groß. Das ist wie ein Rattenrennen. Es gibt ein Verkehrstrennungsgebiet das die Durchfahrt regelt. Wir sind außerhalb des Trennungsgebietes gesegelt. Aber die Frachter und Tanker kamen wie Hornissen von Achtern auf. Einen musste ich über Funk darauf aufmerksam machen das er fast bei mir im Heck steht. Daraufhin hat er seinen Kurs geändert. Erstaunlicherweise haben das fast alle ohne Aufforderung gemacht. Die Straße von Gibraltar liegt vor uns. Da kamen die Berichte wieder hoch von frechen Orcas die bei Segelschiffen die Ruder anknabbern. Die Berichte häufen sich von der portugiesischen und spanischen Küste in letzter Zeit wieder. Anscheinend werden bevorzugt Ruder von modernen Schiffen mit freistehenden Spatenruder angegriffen und praktisch Zerstört. Einige mussten von der Küstenwache in den Hafen geschleppt werden. Ich hatte mich dagegen mit sogenannten Pingern gewappnet. Das sind Geräte die die Fischer an den Netzen nutzen um die Delfine zu vertreiben die ihnen den Fisch abspenstig machen. Die werden bei einer Orca Attacke auf 5 Meter ins Wasser versengt und senden ein Signal mit 10 KHZ aus das die Tiere vertreiben sollen. Ob das funktioniert kann ich nicht sagen. Wir haben keine Orcas gesehen und musste die Pinger nicht einsetzen. Auch hatten wir Glück mit der Flut. Sie lief mit uns in Richtung Mittelmeer. Das Problem war das das Chaos zwischen der Bucht von Algeciras und Gibraltar ein Großes war. Aus allen Richtungen Tanker, Frachter, Fähren und noch die Freizeitskipper wie wir. Auch hier Disziplin für die Boote unter Segel. So schlichen wir uns an Gibraltar vorbei. Ich habe noch nie solch eine Schiffsdichte gesehen. Aber nach und nach klärte sich das Feld. 

Die Waffe gegen die Biss -Freudigkeit der Orcas

 

Durch dieses Nadelöhr mussten wir segeln
 


26.05.

Da wir auf der Strecke von Terceira einen Tag vor unserer geplanten Zeit raus gesegelt hatten, entschieden wir uns in der Marina Almerimar einen Stopp einzulegen. Wir hatten bis Almerimar 1210 Seemeilen hinter uns gebracht. Dort Machten wir um 16:00 am Liegeplatz fest. Vorher haben wir noch die Tanks mit Diesel gefüllt, 217 Liter zu 1,73 € haben ein Loch ins Budget geschlagen. Mein Mitsegler war schon wieder am Computer um seinen Rückflug zu buchen. Er hatte es mächtig eilig seiner Frau nach Griechenland zu folgen. Nachdem das wohl alles gebucht war, duschen und ein anständiges Abendessen, dann ab in die Koje und mal wieder ausschlafen.


27-28.05

Um 09:00 legten wir in Almerimar ab und den letzten Sprung nach Torrevieja anzugehen. Es herrschte Flaute, sodass wir den ganzen Weg von ca. 135 SM per Maschine zurücklegen mussten. Am 28.05. war es dann geschafft. Um 10:00 gingen die Leinen an den Steg. Es war geschafft. Nach 1356 SM und 10Tagen 19 Stunden waren wir am Ziel. Leider ist noch nicht entschieden ob ich hier bleiben kann, der Hafen ist voll belegt. Das werden wir am Montag näher diskutieren und hoffentlich eine Lösung finden. Schließlich bin ich seit fast 40 Jahren Mitglied im Club. Mein Mitsegler ist von Bord gegangen und ab Alicante um 18:00 nach Düsseldorf abgeflogen. Ich habe erst einmal Klarschiff gemacht. Danach ab in die Koje den Schlaf nachholen den wir auf der Reise vermisst haben. 

29.05

Erst spät aufgestanden. Dann die MAR-Funkrunde abgearbeitet. Dann Frühstück. Ein Berg Wäsche wartete auf die Waschmaschine.  Vieles war ja nicht dreckig aber vom Salzwasser verseucht. Hier herrscht heute Ausnahmezustand, es wird Regatta gesegelt. 

Das war der längste Bericht den ich geschrieben habe. Ich hoffe er langweilt nicht.

Montag, 16. Mai 2022

Der letzte Tag in Praia da Victoria

Mein Mitsegler Jürgen ist am Samstag 14,05, in Praia um Mitternacht aufgeschlagen. Seit Sonntag laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Eigentlich hatten wir den Montag 16.05. als Tag für die Abreise eingeplant. Es war aber eine Front angesagt, die Sonntag am späten Nachmittag hier über die Insel ziehen wird. Die hatte es in sich. Mit Wind in den Böen über 50 Knoten / 90 km/h fegte der Sturm durch den Hafen. Wir hatten gute Schräglage am Steg. Es hatte die hintere Solarzelle verstellt, sodass die Halterung angebrochen war. Das mussten wir heute erst reparieren, was uns mit Bordmitteln gelungen ist. Auch haben wir die Sicherungsleinen angebracht und die Sicherheitsgurte / Schwimmwesten anprobiert. 

Neue Planung ist jetzt der Dienstag 17.05. am Nachmittag bei Hochwasser werden wir ablegen. Morgen noch bezahlen, Duschen und alles noch einmal überprüfen. Die Strecke Terceira nach Gibraltar beträgt auf direktem Weg 1024 SM. Ob wir den direkten Kurs halten können werden wir sehen. Dann im Mittelmeer noch einmal 300 SM die Küste entlang bis nach Torrevieja unserem Zielhafen. Dort werden wir La Paloma nach 10 Jahren wieder fest machen. Daumen drücken das alles gut geht. 

Beim Bau der Halterung für die Solarzelle

Einige Löcher müssen gebohrt werden