La Paloma

Samstag, 14. Mai 2016

Ein perfekter Segeltag

Heute hatten wir einen schönen Segeltag. Ausreichend Wind aus der richtigen Richtung, sodass wir flott vorangekommen sind. Noch 165 SM bis zum Ziel, das wir dann am Montag morgen erreichen sollten. Der Wind hatte einmal mehr auf Nordosten gedreht, sodass wir die Segel schifften mussten. Wir nahmen beide Genuas, verbunden durch einen Dynema Schäkel auf die Backbordseite und zogen das Großsegel hoch. Das ging eine Weile bis der Wind wieder zurück drehte. Wir nahmen wieder beide Genuas in die Ausbaumer und ließen das Großsegel stehen. Auch das funktionierte einwandfrei und wir machten gute Geschwindigkeit über Grund. Zur Zeit hat der Wind ein wenig nachgelassen. Schauen wir mal was die Nacht bringen wird.
Letzte Nacht hatte Elke nit Norbert in Frankfurt und Walther in Ghana über Funk Kontakt. Seit langem mal wieder gute Ausbreitungsbedingungen. 

La Paloma mit ausgebaumten Vorsegeln
De
Ferdinand
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At 14.05.2016 22:53 (utc) our position was 17°06.48'N 083°06.79'W

Freitag, 13. Mai 2016

Uff, Schreck in der Nacht

Bei einer Kontrolle in der Nacht um das Schiff herum, stellte ich fest, dass mein Windgenerator so komisch in seiner Halterung taumelte. Was war los. Nach näherer Betrachtung war die Gummibuchse, die den Körperschall vom Stahlrohr abhalten soll war zerbröckelt. Eile war geboten, ansonsten konnte der Windgenerator sich in die Fluten der Karibik verabschieden. Das ist in der Dunkelheit, es war ja ca. 04:00 in der Nacht nicht so einfach. Ich habe den Windgenerator erst einmal mit Leinen soweit abgesichert, das er nicht runter fallen konnte. Heute morgen nach dem Frühstück haben wir ihn dann runter geholt. Das ist auf dem schwankenden Schiff nicht so einfach, das ist schon fast Akrobatik. Wir haben die Gangway am Halter für die Davids und auf den Baum von Besansegel festgezurrt, damit ich dort stehen konnte. Dann die Besanschot als Sicherheit am Windgenerator angebunden. Danach die Flügel festgestellt, damit ich ihn elektrisch abklemmen konnte. Der dreht sich sonst bei Wind ungebremst sehr schnell und kann einem starke Verletzungen zufügen. Dann die Schrauben entfernt und wir hatten ihn auf dem Achterdeck liegen. Den Schaden begutachtet und eine Lösung gefunden. Eine neue Buchse angefertigt, ein Loch für eine zusätzliche Befestigungsschraube gebohrt.Das Rohr wieder zusammengebaut und jetzt müssen wir ihn nur noch aufbauen. Das ist aber nicht so einfach und wir warten auf ruhigeres Wetter. Es ist noch einmal gutgegangen. Ansonsten Segeln wir mit ca. 5 Knoten dem Ziel der Bay Islands entgegen. Noch sind es ca. 280 SM bis dorthin

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At 13.05.2016 23:00 (utc) our position was 17°45.47'N 080°53.84'W

Donnerstag, 12. Mai 2016

Unterwegs zu den Bay Islands

Heute hat der Wind uns ganz schön angetrieben. Mit den beiden Genuas ausgebaumt machten wir bis zu 7 Knoten über Grund. Langsam lässt der Wind wieder nach,. hoffentlich nicht zu stark in der Nacht, sonst Eiern wir wieder mit 4 Knoten dahin. Die Hochdruckpumpe vom Wassermacher hatte mal wieder Probleme. Die 20 Ampere Sicherung schaltete ab. Habe da mal nachgeschaut. Was ich finden konnte, war dass der Antriebsmotor wohl schwergängig ist und dadurch zu viel Strom aufnimmt. Das könnten die Lager sein. Werde den bei Gelegenheit mal zerlegen und nachschauen. Da das Angeln heute mal wieder vergeblich war, hat Elke einen Rinderbraten mit Kartoffeln, Rotkraut und viel Soße auf den Tisch gebracht. Noch 400 SM bis zum Ziel
de
Ferdinand
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At 12.05.2016 21:21 (utc) our position was 18°32.43'N 078°47.77'W

Mittwoch, 11. Mai 2016

Unterwegs zu den Bay Islands, Honduras

Unser Kurs zu den Bay Islands wird fast Westkurs sein. Also Wind aus Osten. Aus diesem Grund haben wir die zweite Genua aufgezogen. Wir wollen mal das Schmetterlingssegln versuchen. Nachdem wir um 09:00 den Hafen Port Antonio auf Jamaica verlassen haben sind wir erst einen Kurs gesegelt der uns von Land weg bringt. Nachdem wir genügend Abstand zur Insel Jamaica hatten sind wir auf Kurs 270 Grad gegangen. Das Manöver mit den Ausbaumen der beiden Genuas ging eigentlich einfach. Leider schwächelt der Wind etwas und es geht nur mit knapp 4 Knoten Vorwärts. Aber das kann sich ja noch ändern. Es sind aber eher schwache Winde für+r den meisten Teil der Strecke vorhergesagt. Schauen wir mal was die Nacht bringen wird
de
Ferdinand
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At 12.05.2016 00:07 (utc) our position was 18°37.42'N 077°01.98'W

Auf zu den Bay Islands von Honduras

Die Papiere von Haiti haben wir dann endlich am Samstag alle beisammen  gehabt. Das war ein Akt, und hat uns doch noch 250 USD gekostet. So sind wir wie vorhergesehen am Sonntag Nachmittag um 16:30 von der Boje losgemacht. Die ersten 80 SM war wieder Motor angesagt, kein Wind. Danach sind wir gesegelt. Zwar nicht besonders schnell, aber es ging ganz gut vorwärts. Zwischen Haiti und Jamaica liegt die Ziegeninsel Navassa, die sich im zweiten Weltkrieg die Amerikaner unter den Nagel gerissen haben. Hier wurde Vogelscheiße zum Bombenbau abgebaut. Prompt hat uns die US-Küstenwache kontaktiert, was wir hier machen, und warum wir da rumsegeln. Auch wurden wir gefragt ob wir schon einmal von der Küstenwache an Bord überprüft wurden. Was macht Amerika mit dieser kleinen als Fliegenschiß anzusehenden Insel und investiert noch das Patrouillieren der Küstenwache. Die spinnen die Amis. Da unser Wassermacher mal wieder Schwierigkeiten macht, haben wir einen Zwischenstopp in Port Antonio zum Wasserfassen eingelegt. Heute werden wir weiterfahren nach Honduras. Noch 580 SM Richtung Westen. Der Wind kommt fast immer von Achtern. Haben aus dem Grund auch die zweite Genua auf die Rollanlage gezogen. Jetzt können wir Schmetterlingssegeln machen. Zwei ausgebaumte Genuas. Schauen wir mal wie das läuf. Melden uns von Unterwegs immer wieder mal über den Positionsreport auf der Webseite. 

Donnerstag, 5. Mai 2016

Schreck an der Boje

Ferdinand ist heute mit Richard nach Port au Prince gefahren um endlich unseren Status hier in Haiti zu regeln. Das ist nicht ganz so einfach. Der Hafen in Petit Goave ist neu und scheinbar hat noch nie ein Segelboot dort einklariert. Die wollten uns wie ein kommerzielles Schiff behandeln, was hohe Gebühren bedeutet. Unser Freund Richard war damit aber nicht einverstanden und hat viele Hebel in Bewegung gesetzt. Bisher aber noch nicht zu seiner Zufriedenheit, man wollte immer noch viel Geld von uns haben. Aber noch ist alles in der Schwebe. Wir wollen allerdings am Sonntag den 08.05 in Richtung Honduras aufbrechen. So gegen Mittag erreichte uns ein Anruf, dass die Leine an der Boje an der La Paloma festgemacht war gerissen ist. Elke war allein an Bord und hat die Situation gut gelöst. Zum Glück wurde La Paloma nicht in Richtung Strand abgetrieben, sondern weg davon. Elke hat die restliche Leine eingeholt, den Motor gestartet und in 4 Meter Wasser den Anker geworfen. Der hat auch gehalten, aber es war ihr nicht ganz geheuer, weil dort überall Korallenblöcke rumlagen. Da bekam sie von den Leuten von Richard Hilfe. Also Anker auf und La Paloma an eine andere Boje verholt. Da liegen wir jetzt und Elke aknn sich von Schreck erholen. Morgen dann ein neuer Anlauf um die notwendigen Papiere zu bekommen, damit wir am Sonntag wegkommen.    

Sonntag, 1. Mai 2016

Port au Prince, ein Chaos

Am Sanstag habe ich den reparierten Tiefschnorchelkompressor ausprobiert. Hat funktioniert, wenngleich die Leistung an Luft nicht berauschend ist. Aber es geht zum reinigen des Unterwasserschiffs. Meine Bordbatterien sind am Ende, da müssen neue her. Nach einigen Telefonanrufen von Richard bekommen wir Angebote aus Port au Prince. AGM Batterien werden angeboten und Trojan Golfcar Batterien. Der Preis ist in Ordnung. Für die AGM Baterien 170 AH werden 230 USD verlangt und für die Golfcar-Batterien 225 AH 6 Volt 130 USD. Ich entscheide mich für die AGM Batterien, muss aber bei Lieferung feststellen, dass diese schon 6 Jahre alt sind. Das ist natürlich nicht akzeptabel. Also kaufen wir die Golfar- Batterien. Erst einmal 4 Stück, es werden aber noch 2 weitere am Dienstag geliefert. Dann haben wir 675 AH Batteriekapazität, das sollte wieder für einige Jahre reichen. Am Samstag Abend haben wir Abschiedsessen für "Papa Joe", er fliegt wieder zurück in die USA. Heut am ersten Mai ist große Fete am Strand hier in Grand Goave angesagt. Wir fahren aber erst einmal um 08:00 nach Port au Prince, Ppa Joe muss zum Flughafen. Wir wollen einkaufen und die Batterien abholen. Por au Prince ist das organisierte Chaos. Müll und Unrat überall, außer in den Bezirken wo die Eliten wohnen. Der Supermarkt ist sehr gut sortiert, aber nicht unbedingt preiswert. Erdbebenschäden sieht mal noch an vielen Plätzen, ist aber nicht von dem normalen Verfall zu unterscheiden. Versuche die Stadt zu reinigen sind aber zu beobachten. Wir fühlen uns wie in Afrika. Die Stadt ufert aus an den Berghängen werden immer mehr einfache Behausungen gebaut, die bei starken Regen oder einem weiteren Erdbeben sicher den Hang runterrutschen. Am Dienstag werden wir versuchen in Poirt au Prince einzuklarieren, wir sind immer noch illegal im Land, kein Visum und keine Registrierung von La Paloma.
Große Party am Strand von Grand Goave

Das Volk freut sich mit lauter Musik

Anfahrt auf Port au Prince, ein Moloch
Die Müllhalden in der Stadt

Viele Häuser an den Hängen um Port au Prince

Stangen zum Gerüst und Hüttenbau

Ein Marktplatz neben der Müllhalde

Hier wird sauber gemacht