La Paloma

Mittwoch, 6. April 2022

Wieder eine Position auf der ToDo Liste abgehakt

Heute hatte ich mir ja vorgenommen die Masse-Schine im Schaltkasten in Angriff zu nehmen. Die Schiene liegt schon 2 Jahre im Ersatzteilkasten und wartet auf die Installation. Um 10:00 nach dem Frühstück ging es los. 

Das war wieder so eine Aktion. Ein neues Massekabel 35mm² musste durch den schon voll gepackten Kabelkanal gezogen werden. Von den Batterien über den Motorraum dann den Kabelkanal hoch und auf die Neue Schiene. Dadurch zu kommen ist immer eine Aktion. Am besten geht es mit dem 4 mm² Antennendraht, der ist steif genug um durch das Gewimmel der Kabel zu kommen. Zur gleichen Zeit habe ich die beiden Steuerkabel für die Ankerwinde eingezogen, die ja den gleichen Weg gehen müssen. Das hieß mal wieder einige Male ins Batteriefach und dem Motorraum einen Besuch abzustatten. So bleibt man gelenkig. 

Als die Kabel verlegt waren habe ich die alte Leiste entfernt und alle Masse-Kabel auf die neue Schiene geschraubt. Das hat auch alles geklappt. Beim Test stellt ich fest das der Ruderlagenanzeiger nicht mehr korrekt anzeigt. Gesucht und gefunden, ein Kable hatte sich aus der Anschluss-Klemme gelöst. Nur Pech, man kommt nicht so einfach daran. Ich musste das Instrument ausbauen um das Kabel wieder anzuschließen. Nachdem das erledigt war waren alle Systeme wieder funktional.

Die nächste Aktion ist dann die Steuerkabel bis ins Vorschiff zu verlegen und an die Ankerwinde anzuschließen. Das geht aber noch nicht weil das Vorschiff noch voller Segel liegt. Also wird das noch warten müssen. 

Wieder keine Zeit Mittagessen zu kochen. Habe mir ein paar Spiegeleier in die Pfanne gehauen. 

Jetzt erst mal ein Bier zum Feierabend. 

Das gelbe Ding war die alte Anschlussleiste

 

Das ist die neue Sammelschiene für die Masse



Montag, 4. April 2022

Heute ein super Wetter, 04.04.

Nach den letzten Tagen mit schlechtem Wetter, Regen und viel Wind lachte heute die Sonne den ganzen Tag vom Himmel. 

Am Samstag hatte ich Problem mit der Elektrik. Der Tuner vom Funkgerät hat rumgesponnen. Er wollte nicht abstimmen. Dann stellte ich fest das die LED-Lampe am Kartentisch nicht in voller Stärke leuchtete. Der GPS der aus der selben Schalterleiste versorgt wird spielte auch verrückt. Also Schalt-Panela ausbauen und dem auf den Grund gehen. Es war dann ein Masseproblem. Kein richtiger Kontakt an der Schaltpanele. So das gefixt und siehe da alles funktionierte wieder. Man lernt nie aus. 

Heute hatte ich Waschtag, der Wäschekorb quillte über. Auch musste mal wieder Staub geputzt werden. Ich weiß garnicht wo der ganze Staub herkommt. Da denken die Leute wir an Bord sitzen den ganzen Tag in der Sonne. 

Danach habe ich das Schlauchboot zu Wasser gelassen und den Außenborder angeschraubt. Zu meinem Erstaunen sprang er einwandfrei an und lief schön ruhig im Leerlauf. Sonst hatte er immer ein paar Schwierigkeiten nach langem Stillstand. Man muss auch mal Glück haben.

Das Schlauchboot ist wieder in den Davids


Freitag, 1. April 2022

Das Wetter ist mal wieder bescheiden

Das Wetter ist nicht so schön die letzten Tage, heute 01.04 viel Regen und Wind. In Soest lag Schnell schrieb die Elke. So sah es aus.

Schnell am 01.04.22 in Soest

 

Was habe ich gemacht in dieser Woche. Der neue Computer wurde aus Spanien angeliefert. Da gab es viel zu tun, der kam ja ohne Betriebssystem. Habe das Navigatrix aufgespielt, Navigatrix ist eine fertige Softwaresammlung für Segler. Da mein Bildschirm ein Exot ist und eine nicht gängige Auflösung von 1360x768 Pixel hat wurde ich ganz schön herausgefordert bis ich das im Griff hatte. Das Internet hat mal wieder geholfen der Lösung auf die Spur zu kommen. Jetzt ist das gute Stück an der Schottwand angebaut. Noch sind aber nicht alle Einstellungen fertig. Die Navigation und das Pactor.Radio funktioniert einwandfrei. 

Der neue PC im Einsatz

Danach habe ich mich um den Außenborder gekümmert. Getriebeöl habe ich gewechselt, das war leicht Milchig. Muss ich beobachten. Nicht das Wasser eindringt ins Getriebe. Dann habe ich den Halter für den Benzintank ausgebaut. Der war total verrostet. Mann sollte es nicht glauben, das man verzinktes Blech nimmt und nicht VA Material. Manchmal kann man nur den Kopf schütteln. Da hat der Kaufmann wieder den Rotstift angesetzt. Den habe ich mal vom Rost bereit und mit Rostumwandler bearbeitet. Heute habe ich ihn zuerest mit Zinkfarbe gestrichen und dann weiß lackiert. Das sollte erst einmal für eine Weile halten. Wenn der Regengott morgen mal Pause macht werde ich das wieder zusammenbauen. 

Da hängt der Halter zum trocknen



Dienstag, 29. März 2022

Weitere Baustellen beseitigt 29.03.22

Weitere Baustellen beseitigt. Am Montag habe ich morgens erst einmal Material eingekauft. Einen neuen Wasserschlauch brauchte ich auch, der aus Guatemala hatte viele Löcher, wollte wohl mit dem Schlauchboot solidarisch sein. Das Schlauchboot fordert mich schon ganz schön. Aber es wird besser. 

Die Grätings in Cockpit waren auch schon schäbig. Den Tisch abbauen, die Grätings raus und abgeschliffen, das gab wieder viel Staub. Dann gleich darunter sauber gemacht, das war vielleicht dreckig. Dann Grätings wieder eingesetzt und den Tisch zurück gebaut. Danach die Grätings mit Teaköl einstreichen.  

Die Grätings sehen wieder gut aus.

Heute habe ich mir dann die Absicherung der Batterien vorgenommen. Es sind ja 3 x 300 AH verbaut. Wenn es da mal einen Kurzschluss gibt kann es zum Brand führen. Das will ich natürlich durch die Absicherung verhindern. Habe mir von Deutschland Sicherungen 275 A mitgebracht. Jetzt hat jede Batterie eine eigene Absicherung. Warum 275 Ampere, ich muss ja die größte Ampereaufnahme der Verbraucher berücksichtigen, wobei der größten Abnehmer die Ankerwinde ist. Das Bugstrahlruder hat ja eigene Batterien. Die Halter habe ich mir selbst gebaut. Material hatte ich noch an Bord. Die Montage im Batterieraum war mal wieder recht sportlich, aber alles hat gut geklappt. 

Die fertigen Sicherungshalter

Jetzt sind die Batterien abgesichert

  


Sonntag, 27. März 2022

Was ein Sonntag, es kommt immer anders als gedacht!

Heute am Sonntag 27.03. war eigentlich ein Ruhetag geplant. Es kommt immer anders als gedacht. Auch hier habe sie die Uhren umgestellt, ist mir leider entgangen. Meine Funkrunde habe ich so verpasst. Einen kleinen Job hatte ich mir vorgenommen. Ich wollte nur die Alu-Platte für den Schalter für die Ankerwinde anfertigen. Aber es kam ganz anderes. Noch dabei die Löcher aufzuzeichnen, da hörte ich eine Stimme sagen "Deine Fahne liegt ja im Wasser". Ich gleich nachgeschaut, nicht nur die Fahne war im Wasser sondern mein Teleskopmast mit der Funkantenne lag auch im Wasser. Die Halterung war gebrochen. So ein scheiß auch noch, war ja nicht geplant. Aber, besser jetzt als auf See, denn dann ist der Mast gleich mit verschwunden. Wenn ich Morgen funken will muss eine Lösung her. Mal alles abgebaut und inspiziert. Die Lösung war eine Gegenplatte machen und verschrauben, sodass die beiden Teile wieder halten. Ein geeignetes Stück Edelstahl hatte ich noch im Vorrat. Also ran an die Arbeit. Das hat mir natürlich die Pläne für den Sonntag zu Nichte gemacht. Aber alles hat geklappt. Die Antenne ist wieder montiert und wahrscheinlich stabiler als vorher. Dann noch die Aluplatte mit Schalter fertiggestellt und montiert. Den brauche ich um die Ankerwinde vom Steuerstand bedienen kann. Dann aufräumen und putzen. Da war es dann schon 16:00 Uhr und noch nichts gegessen. Da war ein Restaurantbesuch angesagt, zum Kochen hatte ich da keine Lust mehr.  

Mitten durchgebrochen das Teil aus Messing

  
So soll es repariert aussehen

Diese platte stabilisiert das Ganze wieder


Alles wieder montiert und fest

Die Schalter und Ampere-meter sind nicht mehr in Gebrauch

Der Schalter für die Ankerwinde

Mein chaotischer Arbeitsplatz

Donnerstag, 24. März 2022

Eine staubige Schleiferei im Cockpit 24.03.22

Heute Morgen musste ich feststellen dass das Schlauchboot immer noch nicht dicht ist. Es hat über Nacht wieder einiges an Luft verloren, nicht so viel wie vorher, aber immer noch mehr als ich für ausreichend halte. Ich habe noch einmal mit Spülmittel die Außenhülle geprüft. Ich habe noch zwei Stellen gefunden bei denen langsam die Luft entwicht. Die habe ich geflickt und nach ein paar Stunden habe ich das Schlauchboot wieder aufgepumpt. Morgen früh kommt der Test ob es dicht ist. Danach habe ich die Sitzbänke im Cockpit abgeschliffen, die waren schon richtig rau und sahen nicht mehr schön aus. Was ein Staub, das ganze Cockpit war mit Staub gepudert. Die Niedergänge hatte ich gut verschlossen damit mir der feine Staub nicht auch noch dahin flog. Danach großes reine machen. Der Wasserschlauch hat das schnell erledigt. Für den Rest musste ich den Lappen schwingen. Zum Schluss bekam das Holz noch einen Anstrich mit Teaköl verpasst. Jetzt ist  es wieder ansehnlich. Da ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte war ich auch noch als Koch aktiv. Es gab Schnitzel und Bratkartoffel und ein kühles Bier. Morgen wird wieder ein Tief hier durchrausschen, es sind wieder 40 Knoten Wind angesagt. Das geht bis Samstag Mittag, viel Regen soll auch dabei sein. 

Das Beiboot von La Paloma

Nach dem Schleifen der Cockpitbank

Mit Teaköl behandelt
 

Auf der Nachbarinsel Sao George ist der Bär los. Sie Insel ist ja nur ca. 50 SM von meinem Standort entfernt.  Seit Samstag (19. März) Nachmittag wurden auf der Insel São Jorge mehr als 1.800 Erdbeben registriert. Alles schwache Aktivitäten zwischen 2-3. aber immerhin ist das sicher nicht angenehm dort jetzt zu sein. 


 Hier eine Internetseite zum nachlesen: 

https://www.theportugalnews.com/de/nachrichten/2022-03-23/beunruhigende-seismische-aktivitat-auf-den-azoren/65985

Bei den vorherrschenden westlichen Winden würden wir sicher eine Menge Asche abbekommen wenn ein Vulkan ausbrechen sollte. Technisch bin ich in der Lage kurzfristig von hier weg zu segeln. 

 

Dienstag, 22. März 2022

Heute war Beiboot Tag 22.03.22

Heute stand das Beiboot auf dem Zettel. Das hing ja schlapp in den Davids. Der rechte Schlauch war komplett platt. Das war auch so nach dem Aufpumpen. In einem Tag war die komplette Luft raus. Das Beiboot ist jetzt 10 Jahre im Gebrauch, sollte aber noch etwas halten. Nach entfernen des Schutzbezugs und dem säubern habe ich das ganze Schlauchboot mit Seifenwasser eingepinselt un siehe da ich habe 4 Stellen gefunden bei denen langsam die Luft entwichen ist. Dann habe ich mich mal an die Flickerei gemacht. Jetzt sind alle Stellen die ich gefunden habe mit Flicken versehen. Es sieht so aus, als ob das jetzt dicht ist. Schauen wir mal wie das Morgen aussieht. Ich werde in der Früh mal aufpumpen und schauen ob es dicht bleibt. Den Schutzbezug musste ich auch an einigen Stellen flicken. Das hat mich ganz schön beschäftigt und hat länger gedauert als geplant. Bis nach 20:00 habe ich mit Nadel und Faden jongliert. Ist jetzt keine Profiarbeit geworden, aber es wird schon halten. Mir tun alle Finger weh. So bin ich wieder nicht zum Einkaufen gekommen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Es sieht nicht mehr neu aus das Beiboot

Hantieren mit Nadel und Faden